Tourentipps: Madeira 

Oktober 2023 • 3 Min. Lesezeit


Die Blumeninsel bietet zahlreiche Touren, welche die Herzen der Wanderer und Naturliebhaber höher schlagen lassen. Viel Spaß beim Durchstöbern der schönsten Wanderungen: 


1. Von der Levada do Conical an der Nordküste nach Porto da Cruz
Eine wunderschöne Tour entlang der abenteuerlichen Klippen über die Boca do Risco an die Nordküste. Der 10 Kilometer lange Trail mit ca. 450 Höhenmeter startet am Abzweig von der Levada do Canical und führt in stetigem leichten auf und ab nach Porta da Cruz. Man bewegt sich nach dem Aufstieg auf die Boca do Risco zwischen 350 und 400 Meter über dem Meeresspiegel, ehe man am Ende steil nach Porta da Cruz absteigt. Spaziert man weiter am Meer entlang, kommt man zum Aussichtspunkt Miradouro Furna do Porto da Cruz. Wellen prallen dort in das Lavagestein und Geysir-ähnlich spritzt das Wasser dort in die Höhe.  Der Weg führt weiter vorbei an einer Zuckerrohrfabrik, die man sich im Betrieb frei ansehen kann. Zurück zum Ausgangspunkt gelangt man entweder über den gleichen Weg oder mit Bussen nach Machico und einem kleinen Fußmarsch - Link zur Tour.

2. Levada Nova – Levada do Moinho – von Lomada Ponta do Sol

Die Wanderung zu den erfrischenden Wasserfällen führt hinein in das Tal des Flusses Ribeira da Ponta do Sol. Vom Parkplatz der Kapelle (Capelo do Esirito Santo) führt der Weg über die Treppe hoch zum Einstieg der Levadas. Man folgt dem Wanderweg auf dem uralten Wasserkanal Levada Nova zu einem der spektakulärsten Plätze der Insel. Das Highlight der Tour wartet am Ausgang eines etwas längeren Tunnels, welcher durch das Bergmassiv führt. Die faszinierende Aussicht auf tie tosenden Wasserfälle verdient einen Moment der Betrachtung, ehe es entlang des Levada Moinho ca. 150 Höhenmeter tiefer zurück zum Ausgangspunkt geht - Link zur Tour. Tipp: Es empfiehlt sich hier früher loszugehen, da die Wanderung sehr begehrt ist und viele Touristen anlockt.

3. Zur Ponta de São Lourenço

Die Wanderung führt über die felsige Landzunge Ponta de São Lourenço vorbei an steilen Felsklippen und endet mit dem höchsten Punkt auf dem Pico do Furado. Der Pfad zieht sich über eine karge Landschaft mit spektakulären Aussichten auf die Felsenküste des östlichen Inselzipfels sowie der Aussicht auf die Südseite der Insel. Der Weg erstreckt sich über 7,6 Kilometer und 405 Höhenmeter und beginnt ab dem Parkplatz oberhalb der Baía d’Abra - Link zur Tour. Tipp: Die Tour ist durch und durch eine der beliebtesten auf Madeira. Will man die Massen umgehen, empfiehlt sich eine Sonnenaufgangstour in den frühen Morgenstunden.

4. Sonnenuntergangs-Lauf entlang der Küste von Câmara de Lobos in Richtung Funchal
Eine gut ausgebaute Laufstrecke, die von beiden Seiten gestartet werden kann. Wir starteten von unserem Hotel Pestana Churchill Bay in Câmara de Lobos.  Das Hotel in der malerischen Fischerbucht befindet sich direkt am Meer und liegt nur wenige Minuten von Funchal entfernt. Die Kulisse mit kleinen weißen Häuser, grünen Hügeln mit Weinstöcken und dem tiefblauen Atlantik faszinierten uns jeden Tag aufs neue. Der Lauf führt durch den Túnel das Poças do Gomes und verläuft immer entlang der Südküste. Tipp: Besonders zu empfehlen bei Sonnenuntergang Link zur Tour. 

5. Vom Pico Do Arieiro auf den Pico Ruivo - 1862m 

Eigentlich sollte hier die Beschreibung der Wanderung auf den Pico Ruivo, dem höchsten Berg Madeiras, stehen. Jedoch verlief unsere Tour etwas anders als geplant...Bereits am Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Pico do Arieiro sahen wir Massen an Wanderer, die zum Einstieg des berühmten Wanderpfads PR1 hinaufgingen. Wir grübelten zuerst über anderer Wandermöglichkeiten, entschieden uns jedoch schließlich dafür, nur einen Teil des Weges zu gehen. Wir wählten einen anderen Pfad, der auf der Karte eingezeichnet war, um zum Gipfel zu gelangen. Falls du ähnliches vorhaben solltest, rate ich dir an dieser Stelle dringend davon ab. Die folgende Wanderung dient ausschließlich der Unterhaltung und sollte keinesfalls nachgeahmt werden!
Gesagt, getan stiegen wir in den Wanderpfad ein und überholten so ziemlich alle, die vor uns spazierten. Zuerst konnten wir die Abzweigung für den vermeintlich anderen Weg zum Gipfel nicht finden. Bei genauerer Betrachtung der GPS-Daten entdeckten wir einen Trampelpfad außerhalb des gesicherten Weges. Überzeugt, dass dieser Pfad noch besser verlaufen würde, setzten wir unseren Weg durch das Dickicht fort. Wir stiegen weiter ab und befanden uns plötzlich inmitten eines Dornen-Dschungels. Da wir laut dem GPS bereits die Hälfte des Weges geschafft hatten, bewegten wir uns teilweise auf allen vieren weiter durch die Botanik. Umzukehren, stand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Debatte. Die verbleibenden letzten Kilometer im Abstieg dauerten eine halbe Ewigkeit. Schließlich erkannten wir nach fast vier Stunden und einem Abstieg von 1.249 Höhenmetern ein kleines Dorf mit einer Straße in der Ferne. Die Wanderung zum höchsten Punkt Madeiras hatte sich nach diesen Strapazen erledigt. Glücklicherweise hielt gerade an der Straße, an der wir ankamen, ein Bus, mit dem wir in Richtung unseres Ausgangspunktes fuhren. Nachdem wir ein Auto stoppen konnten um zum Parkplatz zu gelangen, erreichten wir spät aber doch unser Auto.

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